100 Tage Bürgermeister – Verantwortung, Rückhalt und ein gemeinsamer Blick nach vorn

Seit rund 100 Tagen steht Christian Horn-Heinemann an der Spitze der Stadt Kaarst. Eine Zeit intensiver Arbeit, vieler Gespräche und erster spürbarer Veränderungen. Wer ihm in diesen Wochen begegnet ist, merkt schnell: Der neue Bürgermeister ist angekommen – im Amt, in den Themen und in der Verantwortung.

Rückhalt als Fundament – auch aus den eigenen Reihen

Christian Horn-Heinemann ist CDU-Mitglied. Nach seiner Wahl zum Bürgermeister hat er den CDU-Vorsitz bewusst ruhend gestellt, um sein Amt überparteilich und mit klarem Fokus auf die Stadt auszuüben. Gleichzeitig weiß er den starken Rückhalt seiner CDU-Mitstreiterinnen und -Mitstreiter zu schätzen.
Aus der Partei erhält er Unterstützung, Vertrauen und konstruktive Begleitung – eine wichtige Basis, um die anstehenden Herausforderungen anzugehen. Horn-Heinemann zeigt sich überzeugt: Mit diesem Rückhalt und einer sachlichen, offenen Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg lassen sich gute Lösungen für Kaarst entwickeln.

Sichtbar, ansprechbar, mittendrin

Gleich zu Beginn seiner Amtszeit setzte der Bürgermeister ein bewusstes Zeichen: Er wechselte sein Büro. Statt eines großen, abgeschlossenen Raumes arbeitet er nun in einem kleineren Büro mit Blick auf den Marktplatz. Das frühere Büro wird heute als Besprechungsraum genutzt.
Für Horn-Heinemann ist das mehr als eine organisatorische Entscheidung – es ist Ausdruck seines Amtsverständnisses. Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern, Transparenz und Austausch sollen selbstverständlich sein.

Ein komplexes Amt mit vielen Stellschrauben

Inhaltlich ging es vom ersten Tag an zur Sache. Verträge mussten geprüft, Regelungen getroffen, Prozesse angestoßen werden. Schnell wurde deutlich, wie vielfältig und anspruchsvoll das Amt ist.
Der Bürgermeister beschreibt seine Aufgabe oft als das Zusammenführen vieler Einzelteile. Ob bei Grundstücksfragen, der Wirtschaftsförderung oder der Bauleitplanung – unterschiedliche Bereiche müssen koordiniert und aufeinander abgestimmt werden. Genau hier sieht er seine Rolle: zuhören, verbinden, Entscheidungen vorbereiten.

Brücken bauen zwischen Politik und Verwaltung

Als ehemaliges Ratsmitglied kennt Horn-Heinemann die politische Arbeit aus eigener Erfahrung. Diese Perspektive hilft ihm heute im Rathaus. Er kann Abläufe besser einordnen, Erwartungen erklären und auch kritisch rückmelden, wenn Themen nicht verständlich kommuniziert werden.
Die Zusammenarbeit mit der Politik beschreibt er als konstruktiv und respektvoll. Der Ton sei sachlicher geworden, der Austausch intensiver. Fachverwaltungen werden häufiger frühzeitig eingebunden, Missverständnisse schneller geklärt.

Wirtschaft und Stadtentwicklung: Erste Fortschritte

Auch inhaltlich lassen sich nach 100 Tagen konkrete Ergebnisse benennen:

  • Mehrere Grundstücke im Gewerbegebiet Kaarster Kreuz wurden zur Vermarktung freigegeben
  • Weitere Flächen befinden sich in fortgeschrittenen Gesprächen
  • Auf dem ehemaligen Ikea-Gelände zeichnen sich neue Perspektiven für zwei Grundstücke ab
  • Internationale Kontakte, unter anderem nach Japan, sollen neue Unternehmen nach Kaarst bringen

Parallel dazu werden bestehende Vorgaben für Unternehmensansiedlungen überprüft. Ziel ist es, zeitgemäße Rahmenbedingungen zu schaffen, ohne die politischen Ziele aus den Augen zu verlieren.

Stadtleben, Begegnung und soziale Infrastruktur

Neben wirtschaftlichen Themen hat der Bürgermeister auch das gesellschaftliche Leben im Blick. Neue Impulse gab es unter anderem durch:

  • einen gemeinsamen Neujahrsempfang mit „Kaarst ist bunt“
  • neue Dynamik im Arbeitskreis Innenstadt
  • Gespräche zur Belebung der Gastronomie im Bürgerhaus
  • Engagement bei der Erschließung der neuen Kita im Rottfeld

Das ehemalige Frankenheim soll – so die aktuelle Planung – rund um Karneval wieder öffnen.

Finanzen ehrlich benennen, gemeinsam handeln

Die größte Herausforderung bleibt die finanzielle Situation der Stadt. Ein strukturelles Defizit von 15 bis 18 Millionen Euro jährlich lässt sich nicht im Alleingang bewältigen.
Horn-Heinemann setzt hier auf einen offenen Dialog: innerhalb der Verwaltung, mit der Politik, mit dem Land und dem Bund – und auch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Einsparungen, Investitionsprioritäten und mögliche Steueranpassungen müssen ehrlich diskutiert werden. Bildung und Betreuung sieht er dabei als unverzichtbare Investitionen.

Persönliche Balance und klarer Blick nach vorn

Trotz der hohen Arbeitsdichte bleibt für den Bürgermeister die Familie ein wichtiger Anker. Zeit für sie ist da – und sie begleitet ihn teilweise auch bei Terminen.
Mit Blick auf die kommenden Jahre ist Horn-Heinemann guter Dinge. Er vertraut auf ein starkes Verwaltungsteam, auf eine zunehmend konstruktive politische Zusammenarbeit und auf den Rückhalt – auch aus den eigenen CDU-Reihen.

Sein Anspruch ist klar:
Kaarst soll lebenswert bleiben. Die schwierigen Zeiten sollen gemeinsam bewältigt werden. Politik, Verwaltung und Bürgerschaft müssen ihren Teil beitragen. Mit Unterstützung, Offenheit und gegenseitigem Vertrauen sieht der Bürgermeister gute Chancen, die Zukunft der Stadt erfolgreich zu gestalten.